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Stromausfall

Schmetterling

Hast drei Stunden lang S.O.S. gerufen.

Bis ich mich ganz apokalyptisch fühlte. Fast bereit, alles hinzuwerfen.

Schlaflose Nacht. Nicht gewusst, ob Schweiß oder Regen, vermutlich: Tränen.

Dann du, voller Versprechen. Ein freudscher war auch darunter. Mir ist aber nicht daran gelegen, irgendetwas zu entlarven. Kleine weiße schleimige Tiere.

Will glauben dürfen. Aber du lügst zu schlecht. 

Gib dir Mühe. Mach mir den Schmetterling. Ich will das Schöne zertreten. 

 

22.7.07 12:46


found - lost- lost again

Seit der Zeit der Fingerfessel vordergründig nur noch gleichgültige Freundlichkeit für den einen sehr Besonderen - der Liebste hat dich eingepackt und mitgenommen, wohlerzogen hat er sie dir noch aufgehalten, die Tür des Hamsterkäfigs, aber kürzeste Zeit genügt, Wunschzeit, der automatisch das folgt, was nahe liegt: den einen Besonderen wachkitzeln.

Alleinalleinallein.

Eifersucht züngelt nass aus Grasbüscheln, das Echo von Klagen schallt dir die Straße entlang nach, wird dann schwächer, je mehr der Herzschlag des einen Besonderen dagegenwummert, Klacken deiner Stiefel auf Regenpfützengrund. Weiterschreiten, eilen, kein Seil.

Nachtlichtnacht.

Dunkel, niemand, fremd. Falsch, kein Handy dabei. Aber nah ist er. Ihr habt euch immer gefunden, ohne Worte, ohne Orte. Wart einfach da, zwei Augenpaare. Nur zwei Straßen weiter spürst du ihn. Was fehlt, ist nicht Instinkt, sondern Mut.

Nachtlichtnacht.

Der Traum. Man sagt, niemand kann sich ein Gesicht im Detail merken, auch du nicht - nur seines. Im Traum war kein Zweifel.

Im Rinnstein ein Kahn von Traurigkeit. Der bringt dich zurück durch die Tränennacht. Du wünschst dir stychische Bäche.

Alleinalleinallein.

Das Bett ist seines und deines, nicht euer, unvergessen doch die Nacht, als ihr es teiltet. Ihr hattet nur die eine Nacht. Bis auf die Seelen verbrannte Vögel - heute nur unwetterschwere Schwingen.

Lichtnachtlicht.

Bis das Handy klingelt, das vergessen lag. Der Besondere schickt Zärtlichkeiten und die erste Amsel der Morgendämmerung. Blind schöpft ihr aus der Stimme des jeweils anderen, dennoch wächst sein schöner Blick dir aus der Brust. Auch er spricht von den offenen Fenstern deiner Augen und dass kein Schatten in sie fallen möge, wenn dir der Liebste das Leben verdunkelt.

Dass du ihn nicht wiedersehen wirst, bleibt eine der vielen unausgesprochenen Gewissheiten.

 

 

21.7.07 17:13


Ver-dingsen

Verdanken. Und dann noch dankbar? Eher vergessen.

Die Koriphäe ist einst nur noch Kornifere in den langen Reihen der Baumschule.

Schau in den Wind, wie gegen den Wind sie trotz ihrer Verwurzelung noch beweglich ist! Und deine Augen tränen. Nasses altes Holz.

Kein Zunder.

Kein Funke.

Zersägt, der Prophet. 

9.6.07 16:53


Baustelle

Immerzu ein Rohr, welches leckt.

Irgendwann lebt man lieber im Nassen. Und erkältet sich.

8.6.07 01:01


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