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Stromausfall

auf dem trockenen Tuch

Meine Insel, meine Zuflucht, mein kleines weißes Reich. Manchmal geteilt, meist alleine.

In meiner Todesangst, in meiner Gottverlassenheit hast du einen Teil Unbeschwertheit über mich gebreitet. Nicht mehr fall ich, fast spring ich freiwillig. So groß die Bereitschaft, das Leben aufzugeben für ein neues.

Mein Meer, das mich verschlingt, mein Untergehen. Niemand wird mich bewahren, niemand bergen. Für immer alleine.

19.4.08 10:50


ich bin wieder da/Kreuz heißt Notfallverbandskoffer

Leer, so vor mich hin, ausgeleerte Leere, Galeeren von Gedanken bedeuten nicht Inhalt, nur warme Kopfmasse. Im Traum: die aus Öffnungen schießt, die Fülle nach dem Schuss.

 

"...und dann machen wir was Schönes."

Danke. Unverbindliches Versprechen, unverliebte Leichtigkeit, lang unausgelebtes Vergessenes.

Denn vom Anderen bleibt ja nicht viel. 

 

 

20.3.08 23:29


Narrenspiel

Alles was ich dir tue, geht mit dem Wind. Du stehst im Glashaus, im Windschatten.

Alles, was du tust, ist spielen im Glashaus. Auch, wenn ich meine Hände an die Scheiben lege, siehst du mich nicht.

Du machst viele viele Worte, sagst mir, ich soll mit dem Wind gehen, begreifst nicht, dass ich hier nur stehe und warte, bis du effektlose Spiel beendest.

Du sagst, ich will dich nicht mehr, ich sage, du willst mich nicht mehr. Wir stehen und warten auf Widerworte, die nicht mehr kommen.

 

Es war ein Traum, den wir einmal mit Liebe begannen, der schwer geworden ist, der uns töten wird, weil wir nicht mehr aufwachen.

24.10.07 10:15


Das war es.

Familienscheiße hinuntergeschlungen. Überlegt, sie wieder auszukotzen. Sie dann doch behalten, weil der erste Eindruck so süß war.

Von skeptischen Blicken vom Gegenteil belehrt. Den kleinen Finger, den man mir bis zur Penetration entgegenstreckte, wieder entzogen. Gewürgt, aber das Gift war schneller.

Ich will ihn doch gar nicht, den Platz auf euerem Plüschsofa. Bin keine Hummelfigur für euer Prestigeregal.

7.10.07 00:30


trostlos

Noch nie im Leben so traurig gewesen.

Die schönen Sätze heute nur in Taschentuchformat. 

14.8.07 20:41


1

Einsam. Aber eins.

Dir beim Schrumpfen zugesehen, während du dich aufblähtest.

Bist du nun selig? Armselig.

Hast mich beschimpft, wusstest, wann ich tödlich verwundbar war.

Gnadenlos. Los.

Bin aufgebrochen. Geblutet, dann Herzhabseligkeiten gepackt.

Ausgewandert. Aus.

12.8.07 11:03


MöglicherReise später im Jahr


Ein Eiswürfel zerspringt in meinem Glas, ich bin betrunken.

Du gießt Milch auf meine Mühlen. Milch ist leichter als Wasser, ich laufe sanfter. Milch ist süßer, du lässt mich lächeln, das gefällt.

Irgendwo zwischen Milano und Marseille, südliche Gefühle.

Die Zeit wird älter, schreibt sich fort, um meine Augen, deinen Mund. In meinem Schoß ein draller roter Apfel.

Draußen grau, glacierte Dächer. Ein erster Splitter Herbst.

9.8.07 11:10


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