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Mitten ins Nichts

Und wieder.

Zwei Jahre ist es her, sagst du erstaunt und streichst über das Kissen. Und: ich beginne mich zu erinnern. Und streichst über meine Schenkel. Dann beuge ich mich vornüber und streife deine Lippen: alles zu spät.

Und wir zittern wie nasse Hunde.

Nachher, gegen den Heizkörper gepresst sind unsere klammen Finger: Stehst du auch sonst manchmal hier, um dich zu wärmen? Und ich blicke hinab, da sind Falken im Hof, und sage: Immer, solange ich warte.

Und wir klammern uns aneinander, die klammen Finger hinterrücks verschlingend.

Das, sagst du, wollte ich unbedingt noch tun. Deine Lippen an meinem Hals, wandern wie kleine Falter auf der Blüte.

Und wir stehen da und nehmen Abschied, Abschied auf Raten, bei dem wir hoffen, dass keiner von uns noch nachzahlen wird.

19.4.08 00:34


auf dem trockenen Tuch

Meine Insel, meine Zuflucht, mein kleines weißes Reich. Manchmal geteilt, meist alleine.

In meiner Todesangst, in meiner Gottverlassenheit hast du einen Teil Unbeschwertheit über mich gebreitet. Nicht mehr fall ich, fast spring ich freiwillig. So groß die Bereitschaft, das Leben aufzugeben für ein neues.

Mein Meer, das mich verschlingt, mein Untergehen. Niemand wird mich bewahren, niemand bergen. Für immer alleine.

19.4.08 10:50


passive Energie

Brennende Zigarette, die durch Finger fällt, funkensprühend, dein letztes Feuer, wie es scheint. Samtene Asche auf Parkett, du wünschst, es ginge in Flammen auf, würde dein letztes warmes Bett.

28.4.08 22:53





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