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passive Energie

Brennende Zigarette, die durch Finger fällt, funkensprühend, dein letztes Feuer, wie es scheint. Samtene Asche auf Parkett, du wünschst, es ginge in Flammen auf, würde dein letztes warmes Bett.

28.4.08 22:53


auf dem trockenen Tuch

Meine Insel, meine Zuflucht, mein kleines weißes Reich. Manchmal geteilt, meist alleine.

In meiner Todesangst, in meiner Gottverlassenheit hast du einen Teil Unbeschwertheit über mich gebreitet. Nicht mehr fall ich, fast spring ich freiwillig. So groß die Bereitschaft, das Leben aufzugeben für ein neues.

Mein Meer, das mich verschlingt, mein Untergehen. Niemand wird mich bewahren, niemand bergen. Für immer alleine.

19.4.08 10:50


Mitten ins Nichts

Und wieder.

Zwei Jahre ist es her, sagst du erstaunt und streichst über das Kissen. Und: ich beginne mich zu erinnern. Und streichst über meine Schenkel. Dann beuge ich mich vornüber und streife deine Lippen: alles zu spät.

Und wir zittern wie nasse Hunde.

Nachher, gegen den Heizkörper gepresst sind unsere klammen Finger: Stehst du auch sonst manchmal hier, um dich zu wärmen? Und ich blicke hinab, da sind Falken im Hof, und sage: Immer, solange ich warte.

Und wir klammern uns aneinander, die klammen Finger hinterrücks verschlingend.

Das, sagst du, wollte ich unbedingt noch tun. Deine Lippen an meinem Hals, wandern wie kleine Falter auf der Blüte.

Und wir stehen da und nehmen Abschied, Abschied auf Raten, bei dem wir hoffen, dass keiner von uns noch nachzahlen wird.

19.4.08 00:34


ich bin wieder da/Kreuz heißt Notfallverbandskoffer

Leer, so vor mich hin, ausgeleerte Leere, Galeeren von Gedanken bedeuten nicht Inhalt, nur warme Kopfmasse. Im Traum: die aus Öffnungen schießt, die Fülle nach dem Schuss.

 

"...und dann machen wir was Schönes."

Danke. Unverbindliches Versprechen, unverliebte Leichtigkeit, lang unausgelebtes Vergessenes.

Denn vom Anderen bleibt ja nicht viel. 

 

 

20.3.08 23:29


Diktator

Wieder bist du eingedrungen, infiltrierst mein Revier.

Stehe schon am Zaun, Zähne gefletscht.

Du verstehst nicht, meinst mich überschütten zu müssen, freundlicher Klaps und fetter Haps. Denkst, ich bin dein treudoofer Köter.

Du widerst mich an.

Ich trete deine Geschenke zu Staub.

Stopfe sie dem kollabierendem Mülleimer in den Schlund.

Wenigstens der ist nicht bulimisch. 

27.10.07 14:20


Narrenspiel

Alles was ich dir tue, geht mit dem Wind. Du stehst im Glashaus, im Windschatten.

Alles, was du tust, ist spielen im Glashaus. Auch, wenn ich meine Hände an die Scheiben lege, siehst du mich nicht.

Du machst viele viele Worte, sagst mir, ich soll mit dem Wind gehen, begreifst nicht, dass ich hier nur stehe und warte, bis du effektlose Spiel beendest.

Du sagst, ich will dich nicht mehr, ich sage, du willst mich nicht mehr. Wir stehen und warten auf Widerworte, die nicht mehr kommen.

 

Es war ein Traum, den wir einmal mit Liebe begannen, der schwer geworden ist, der uns töten wird, weil wir nicht mehr aufwachen.

24.10.07 10:15


Das war es.

Familienscheiße hinuntergeschlungen. Überlegt, sie wieder auszukotzen. Sie dann doch behalten, weil der erste Eindruck so süß war.

Von skeptischen Blicken vom Gegenteil belehrt. Den kleinen Finger, den man mir bis zur Penetration entgegenstreckte, wieder entzogen. Gewürgt, aber das Gift war schneller.

Ich will ihn doch gar nicht, den Platz auf euerem Plüschsofa. Bin keine Hummelfigur für euer Prestigeregal.

7.10.07 00:30


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